Ihr Lieben, es ist vollbracht. Meine Sticki hat (endlich) eine schöne Abdeckung!
Ingrid (Nähkäschtle) und Marita (maritabw) haben auch in diesem Jahr dazu aufgerufen, wieder Ordnung im Nähzimmer zu schaffen und hierbei ein besonderes Augenmerk auf die Reste zu legen. Reste, wer hat sie nicht. Sie vermehren sich rasend schnell und der Abbau scheint eine unüberwindbare Hürde zu sein *lach*!
Als ich von der Aktion gelesen habe, musste ich sofort an die hässliche Plastikplane denken die unförmig über meiner Stickmaschine hing und sie vor Staub schützen sollte. Das Ding war mir schon lange ein Dorn im Auge. Die Gelegenheit war also günstig: Ein Neueinstieg ins Bloggen, eine tolle Aktion von Ingrid und Marita, viele Stoffrestchen und am Ende eventuell ein schöner Staubfänger für meine Sticki. Ich bin dabei!
Zunächst habe ich gemessen und gezeichnet und mir überlegt, wie ich den Bezug nähen könnte - nicht optisch, sondern rein von der Form. Meine Sticki ist nämlich etwas unförmig (deshalb wurde wohl auch nur eine Plastikplane mitgeliefert...). Ich habe sogar Winkel ausgemessen und Sinus und Cosinus bemüht (allerdings war ich dabei auf meinen Sohn angewiesen, der morgen seine schriftliche Mathe-Abitur-Prüfung bestreiten muss - VIEL ERFOLG, mein Großer!).
Das ganze sah dann so aus:
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| gelb: die Schnittvorlagen für die Seitenteile |
Nach meinem Plan habe ich dann ganz akribisch die Innenhülle genäht, um zu schauen, ob ich mich nicht verrechnet habe - und was soll ich sagen, ich musste hier und da nochmal ein bisschen was ändern - weiß der Geier warum. Wer misst, misst Mist...
Die Innenhülle ist übrigens aus einem alten, ausrangierten Bettbezug entstanden.
Danach wollte ich mir einen Plan machen, wie die Vorder- und Rückseite der Außenhülle aussehen könnte, habe das aber schnell verworfen und meine Zeichnungen dem Mülleimer überlassen... ich bin bei so etwas wohl eher der Typ "Und los gehts!".
Also habe ich zunächst viele, bunte, kleine Stoffrestchen auf Kassenbonpapier genäht. Vorsortiert waren sie ja glücklicherweise schon... Eigentlich dachte ich, ich würde da ein bisschen was von meinen Resten verbrauchen - nunja, es war nicht einmal die Spitze des Eisbergs *lach*. Aber dafür sind die Streifen schön bunt! Und es war wirklich sehr meditativ und entspannend.
Nachdem die Streifen dann so vor mir lagen, ging es ans platzieren, schließlich sollten zwei Restblöckchen meines 6 Köpfe - 12-Blöcke-Tops (die gammeln schon ewig hier rum) auch Platz auf der Hülle finden. (Das Top wartet leider immer noch darauf, weiterverarbeitet zu werden *schluchz*.)
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| so kann es bleiben |
Dann habe ich eine (am Ende sogar zwei) alte Jeans zerschnitten und langsam nahm die Vorderseite der Hülle Formen an.
Erst wollte ich für die Rückseite auch Kassenbonstreifen-Patchwork machen, aber irgendwie war mir nach etwas anderem und so habe ich einfach meine Stoffreste irgendwie aneinandergenäht, so dass ein größeres Stoffstückchen entstanden ist, aus dem ich Quadrate ausschneiden konnte.
Natürlich bin ich den Farben treu geblieben ;-)
Und schließlich lagen beide Seitenteile und die Vorder- und Rückseite vor mir und ich musste nur noch das Oberteil zuschneiden. Leider war es schon sehr spät und es musste kommen, wie es kommen musste, ich habe mich verschnitten - das Teil war zu klein und natürlich war es das letzte Stückchen Stoff der Jeans in gescheiter Größe, was ich extra zurückbehalten hatte.
Ich habe also eine weitere Jeans rausgesucht, aber ein ähnlicher Farbton ließ nicht finden. Aber das zurechtgeschnittene Oberteil aus der neuen Jeans passte so gar nicht zum Rest. Schaut mal:
Ich habe mich so geärgert! Und dann habe ich die ganzen Reststückchen der ursprünglichen Jeans zusammengenäht und aus der Not eine Tugend gemacht. Ich finde, es ist eine tolle Optik entstanden!
Schließlich musste nur noch der Vlies aufgebügelt werden und schon konnte ich alle Teile zusammenfügen.
Hier zeige ich euch noch ein paar Impressionen von allen Seiten:
Ich bin ganz und gar glücklich mit meinem neuen Staubfänger! Vielen Dank, liebe Ingrid und liebe Marita, ohne euch hätte ich vermutlich noch nicht einmal angefangen!
Außerdem beschert mir meine schöne Hülle ein Kreuzle auf Anitas Bingofeld, mit dem ich heute auch starte, denn "Zum Schutz von meiner Sticki, habe ich eine Staubhülle genäht".
Liebe Nanusch,
AntwortenLöschendas ist ja ein wunderbarer Einstieg ins Projekt und ins Wieder-Bloggen!
Die Hülle ist Dir super gelungen, auch wenn der Weg zum Schnitt bei solchen Sachen immer eine Hürde ist.
Die Idee, Kassenrollenstreifen mit Jeans zu kombinieren, finde ich Klasse.
LG
Elke
Perfekt. Staubschutzhüllen stehen bei mir auch noch irgendwo auf der ToSewListe.
AntwortenLöschenUnd ja, wenn die nähende Frau Kassenbons benäht, geht nicht viel aus der Restekiste raus. Aber gut Ding braucht halt Weile.
Gruß Marion
Eine feine Staubhülle und auch ein paar winzige Stoffreste sind weg:-))
AntwortenLöschenLG Angelika
Willkommen zurück in der Blogger Welt, ich freue mich schon mehr von dir zu sehen. Die Hülle ist dir auf jeden Fall schonmal mega gelungen.
AntwortenLöschenLiebe Grüße
Dany
Liebe Nanusch,
AntwortenLöschenich habe gerade beim Stöbern bei Anni deinen Beitrag gefunden und bin begeistert. Die Hülle ist toll geworden und ich überlege, ob ich für meine Stickmaschine irgendwann nicht auch einmal eine Hülle nähen sollte (meine ist mit einem Kopfkisstenbezug abgedeckt).
Liebe Grüße Viola
Liebe Nanusch,
AntwortenLöschendeine Staubschutzhülle ist total schöner.
Meine Mutter und ich sind am Samstag auf der Nadelwelt, vielleicht läuft man sich ja über den Weg?
Liebe Grüße Ulrike
Klasse, die Hülle ist dir super gelungen.
AntwortenLöschenManchmal muss man einfach machen.
Liebe Grüße von
Heike
Liebe Nanusch,
AntwortenLöschendeine Staubhülle ist einfach wunderschön geworden! Ich bewundere total, wie du aus so vielen kleinen Resten, Jeansstücken und alten Blöcken etwas so Harmonisches geschaffen hast. Gerade die Kombination aus den bunten Kassenbonstreifen und Denim gefällt mir richtig gut. 💙
Und ich musste schmunzeln über deine Beschreibung mit Sinus, Cosinus und „wer misst, misst Mist“ – solche Projekte sehen am Ende immer so leicht aus, aber der Weg dahin hat es oft in sich. Umso schöner, dass du drangeblieben bist, denn das Ergebnis kann sich wirklich sehen lassen!
Besonders toll finde ich auch, wie du aus dem „verschnittenen Jeansproblem“ am Ende noch ein echtes Highlight gemacht hast. Genau solche spontanen Lösungen machen kreative Projekte oft erst besonders.
Deiner Sticki steht die neue Hülle ausgezeichnet – und nebenbei sind tatsächlich wieder ein paar Restchen verschwunden. Auch wenn der Stoffberg vermutlich trotzdem heimlich weiterwächst 😉
Liebe Grüße
Annette 💙
WOW WOW WOW - die Hülle ist nicht nur wunderschön geworden, sondern so richtig cooles Superpatchwork. Und die Farben und diese komplizierte Form. Genial hast du das gemacht und jetzt bitte weiter bloggen (und nähen). Und also ähm, hust ... ich hätte da auch noch ... also das Top vom 12 Blöcke Quilt ... sollen wir das mal in Angriff nehmen?
AntwortenLöschenLiebe Grüße Ingrid
Ein tolles Versteck für das Maschinchen.
AntwortenLöschenL.G.KarinNettchen