Dienstag, 29. Oktober 2019

Der 41. Nadelbrief: Bauhaus wird 100 (mein 29. Nadelbrief)

Endlich. Ich habe die letzten Nähte gesetzt. Im Prinzip haben nur noch die "Bauklötze" im Inneren des Nadelbriefes gefehlt. Ich wollte, dass sie "beweglich" sind, das Nadelkissen aber trotzdem als solches genutzt werden kann. Zunächst habe ich in meinen Gedanken mit Klettband "experimentiert", dann sind mir meine KamSnaps eingefallen und jetzt endlich kann ich euch mein fertiges Nadelbriefchen zeigen. Auf das Thema "Bauhaus wird 100" hatte ich mich schon lang gefreut, denn das Bauhaus steht für klare Formen und Farben - ein Ansatz der mir sehr gefällt!

Die Reduktion auf die Grundfarben und schwarz und weiß, das war der Ansatz für mein Nadelbrief. Und schon spukten mir die Bilder von Mondrian in meinem Kopf herum. Er war zwar kein Bauhäusler, aber eine Übersetzung seiner kunsttheoretischen Ansätze wurden  im Bauhausbuch Nummer 5 veröffentlicht.

Meine PaperPiecing-Vorlage habe ich selbst erstellt, ganz im Stil von Mondrian.
Herausgekommen ist ein Mix von klaren Linien und Flächen.



Bereits im Vorfeld hatte ich geplant, den Bauhausgründer Walter Gropius auf der großen roten Fläche zu verewigen, denn wenn ich ans Bauhaus denke, fällt mir immer sofort der Mann mit dem "Denkerfinger" ein. Mittels Fototransfertechnik habe ich ihn also nach dem Entfernen des Papiers auf das rote Quadrat gebannt.


Da aber das Bauhaus ohne seine Frauen kaum denkbar wäre, wollte ich auch eine Vertreterin des Bauhauses in meinem Nadelbrief verewigt sehen. Alma Siedhoff-Buscher entwickelte am Bauhaus kindgerechtes Spielzeug und ihr "kleines Schiffbauspiel", an dem ich mich im Innern des Nadelbriefes orientiert habe, wird heute noch hergestellt.


Die einzelnen "Bauklötze" können natürlich ihre Position wechseln - ganz wie im echten Leben also. 





Für den Verschluss habe ich einen Knopf in Form einer Tafel gewählt. Er passt mit seiner eckigen Form super zum Nadelbrief und thematisch zu Studium und Lehre.


Hier noch ein paar Impressionen:



Und zu guter Letzt hat mir das Nadelbriefchen auch noch ein Kreuz auf meinem HerbsHandarbeitsbingofeld eingebracht, denn ich musste "Druckknöpfe anbringen".



Kommentare:

  1. Liebe Christiane,
    dein Nadelbrief ist ja galaktisch geworden- ich hab echt nichts anderes von dir erwartet :0) gefällt mir total gut! Die Ansätze von klaren Linien und Formen finde ich bei der Bauhaustheorie auch gut, aber das wars dann. Ich oute mich: mit Bauhaus Häusern kann ich nix anfangen, die finde ich furchtbar. Kalt, mit viel Glas, eckig, Flachdächer.... Ich stehe auf Altbauten, gemütliche Fachwerkhäuser, aber auch grosse Häuser. Es dürfen auch moderne Elemente sein, klare Formen wie hier in Skandinavien. Am liebsten wäre mir wohl so ein rotes Holzhaus wie in Schweden :0) lach...ich schweife ab: dein nadelbrief ist toll geworden, voll im Thema! ganz LG aus Dänemark, Ulrike :0)

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  2. Das ist nicht nur eine optische wunderschöne, sondern auch inhaltlich perfekt an das Thema angepasst Interpretation des Themas. Wie so oft bei dir super durchdacht, mit verschiedenen Techniken gestaltet und wundershcön gemacht. LG Ingrid, einfach toll!

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  3. Liebe Christiane, sehr, sehr gut hast du das Thema umgesetzt. Ich liebe diesen Stil, da hast du bei mir voll ins Schwarze getroffen.
    LG eSTe

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  4. Ach, liebe Christiane, das ist genial geworden! So exakt mit den Linien - wie schon bei den Hexies gerade bewundert - denn so exakt arbeite ich leider immer nicht, hüstel. Das finde ich genial, wenn das alles perfekt aufeinanderstößt mit den Kanten wie bei dir! Und toll auch das Verspielte innendrin als Hommage! Ganz und gar wunderbar! Danke für die Verlinkung. LG. Susanne

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  5. Deine Idee mit den beweglichen Bauklötzen begeistert mich. Ganz toll.
    LG
    Siebensachen

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  6. Liebe Christiane,
    sehr exakt hast Du alles genäht. Tolle Idee, dass man die "Klötzchen" versetzen kann. Eine sehr schöne Umsetzung zum Bauhausthema.
    Liebe Grüße
    Monika

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